Die Chorschule

Der Berliner Mädchenchor wurde 1986 an der Lindenkirche in Wilmersdorf im Rahmen der kirchenmusikalischen Arbeit gegründet. Ziel der Initiatoren – des Kirchenmusikers Gerhard Oppelt und der Sopranistin Karin Drewes – war es, Mädchen ähnliche Möglichkeiten des Chorsingens zu bieten, wie Jungen diese schon seit Jahrhunderten in Knabenchören haben.

Um den Berliner Mädchenchor zu einem qualitätsvollen Klangkörper zu formen, suchten die Initiatoren bald nach der Gründung den Kontakt zur Musikschule Wilmersdorf (heute: Musikschule City West).

Im Jahr 1998 übernahm die freischaffende Komponistin, Dirigentin und Musikpädagogin Sabine Wüsthoff die Leitung des Berliner Mädchenchores. Sie gab ihm eine neue Struktur und erweiterte sein Profil.

Zunächst bestand die Chorschule aus zwei Chören. Heute besteht sie aus fünf aufeinander aufbauenden Klassen: Vorchor, Aufbauchor, Kleiner Konzertchor, Konzertchor und Vokalconsort für ehemalige Sängerinnen des Konzertchores und junge Frauen mit einschlägigen Chorerfahrungen.

Neben den wöchentlichen Chorproben erhalten die Mädchen und jungen Frauen Einzelstimmbildung oder Gesangsunterricht. Die chorische Ausbildung erfolgt auf der Basis eines verbindlichen Curriculums.

Das Repertoire des Konzertchores und des Vokalconsorts umfasst geistliche und weltliche Literatur aus allen Epochen bis zu Werken zeitgenössischer Komponistinnen. Gesungen wird à cappella, mit Klavierbegleitung, Kammerorchestern und Sinfonieorchestern.

Beide Spitzenensembles nehmen immer wieder an regionalen, nationalen und internationalen Wettbewerben teil, bei denen sie stets erste Preise gewonnen haben. 2021 wurde der Chor außerdem mit dem OPUS KLASSIK und dem Kinderchorlandpreis ausgezeichnet.

Der Berliner Mädchenchor pflegt Kontakte zu anderen Mädchenchören im In- und Ausland, wirkt an Projekten bekannter Berliner Amateurchöre sowie der Berliner Rundfunkchöre und -orchester mit und tritt auch in sozialen Einrichtungen, bei Kongressen, Festen und ähnlichen Veranstaltungen auf.

Seiner Herkunft und Zugehörigkeit verpflichtet, beteiligt sich der Berliner Mädchenchor außerdem regelmäßig an Gottes­diensten und Gemeindeveranstaltungen u. a. der Lindenkirche, gibt mehrmals im Jahr eigene Konzerte in Berliner Kirchen und kooperiert für Oratorienaufführungen z. B. mit der Berliner Kantorei.

Der unverwechselbare Klang und die wirkungsvolle Bühnenpräsenz haben den Berliner Mädchenchor im Laufe von 35 Jahren über die Grenzen des Bezirks und der Stadt hinaus auch national und international bekannt gemacht.

Grundsätzlich kann jedes Mädchen in den Berliner Mädchenchor aufgenommen werden. Gemäß unserer Überzeugung, dass jeder Mensch singen kann und die Stimme erst durch eine entsprechende Ausbildung geformt wird, besteht in den drei unteren Chorklassen, dem Kinderchorbereich, ein offener Zugang ohne Aufnahmeprüfung, sofern es gerade freie Plätze gibt. Ziel der Chorschule ist der Konzertchor (Jugendchor), an den sich ab einem Alter von 20 Jahren das Vokalconsort (junger Frauenchor) anschließt. Für den Quereinstieg in diese beiden Chöre sind ein Vorsingen, solide musikalische Grundkenntnisse und bereits anderweitig erworbene, adäquate Chorerfahrungen erforderlich.

Der Berliner Mädchenchor ist eine Chorschule an der

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